Die Musikschule freut sich!
Mehrere Schülerinnen und Schüler der Musikschule der Stadt Krefeld haben beim 62. Landeswettbewerb „Jugend musiziert" in Essen gute Platzierungen erreicht. „Die Teilnahme am Wettbewerb `Jugend musiziert´ erzeugt bei unseren Kindern und Jugendlichen immer eine große Motivation und ermöglicht wertvolle Erfahrungen für künftige Auftritte", so Musikschulleiter Roman Marreck. Die jungen Musiker erhielten drei zweite Preise und zwei dritte Preise. Das Gitarrentrio Cy Aden Michael Sampson, Liam Amouzandeh und Leo Lang Qin verpasste mit 22 Punkten nur knapp einen ersten Preis.
Weitere zweite Preise erspielten sich Johanna Emse als Klarinettistin in der Kategorie Kammermusik mit Klavier und Haimo Wang als Solist am Violoncello. Mit einem dritten Preis wurden das Harfenensemble, bestehend aus Elisabeth Greiffenstein und Klara Bletgen aus Krefeld mit Valeska Baez von der Musikschule Meerbusch, als auch Elin Krull als Solistin an der Violine ausgezeichnet. „Die guten Ergebnisse sind immer auch eine Bestätigung und Lohn für die geleistete Vorbereitung zusammen mit ihren Lehrern", betont Marreck.
Teilnehmer und Ergebnisse
Kammermusik mit Klavier
Altersgruppe II
20 Punkte 2. Preis
Johanna Emse, Klarinette
Emmi Claeys, Horn
Catherine Wei, Klavier
Harfen-Ensemble
Altersgruppe II
19 Punkte 3. Preis
Elisabeth Greiffenstein, Harfe
Klara Bletgen, Harfe
Valeska Baez, Harfe (Musikschule Meerbusch)
Violoncello Solowertung
Altersgruppe IV
21 Punkte 2. Preis, Haimo Wang, Violoncello
Zupf-Ensemble
Altersgruppe II
22 Punkte 2. Preis
Cy Aden Michael Sampson, Gitarre
Liam Amouzandeh, Gitarre
Leo Lang Qin, Gitarre
Das Orchester unserer Kooperationsschule Freiherr-vom Stein Realschule unter der Leitung von Karoline Krahmer (Musikschule der Stadt Krefeld) übernahm die musikalische Begleitung der Eröffnungsfeier
Gedenkstätte „10+1 Bäume“ für die Opfer des NSU eingeweiht – Freiherr-vom-Stein-Realschule übernimmt Patenschaft
Krefeld hat jetzt einen Ort, der an die Opfer des NSU-Terrors in Deutschland erinnert. Die Gedenkstätte „10+1 Bäume“ in der Fischelner Grünanlage Nerenbroicker Weg wurde am Dienstag vor über 100 Gästen eröffnet. Die zehn Bäume stehen für jene zehn Menschen, die die Terrorvereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ermordet hat. Der elfte Baum ist symbolisch allen unbekannten Opfern rassistischer Taten in Deutschland gewidmet. Das Mahnmal besteht einerseits aus den elf den Weg säumenden Eisenholzbäumen. In einem seitlich angelegten Kiesbogen steht darüber hinaus eine Gedenktafel, flankiert von zwei Bänken. Die Namen der zehn Mordopfer sind in Steinplatten graviert, die an den Begrenzungen des Pfades eingelassen wurden. Sie waren am Eröffnungstag mit Blumen bedeckt. „Mit der Pflanzung der '10+1 Bäume' bezieht Krefeld eine deutliche Position gegen die Gefahr des rechten Terrors. Wir allen dürfen den auch heute drohenden Kahlschlag an unseren gemeinsamen menschlichen und demokratischen Werten niemals hinnehmen“, sagte Stadtdirektor Markus Schön bei der Einweihung. „Die Gedenkstätte mahnt uns an, die Erinnerung an die rassistischen Morde aufrechtzuerhalten. Es ist ein wichtiges Signal, dass sich Krefeld mit zahlreichen anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen an dieser Form des Gedenkens beteiligt.“ Besonders hob Markus Schön die Freiherr-vom-Stein-Realschule hervor, der er gemeinsam mit Bürgermeisterin Gisela Klaer eine Patenschaftsurkunde verlieh. Die nahliegende Schule unterstützt fortan bei der regelmäßigen Pflege der Gedenkstätte.
Darüber hinaus steuerte die Realschule mit ihrem Orchester unter der Leitung von Karoline Krahmer von der Musikschule Krefeld die musikalische Begleitung der Eröffnungsfeier bei.
Schulleiter André Bartel sprach von einem „kraftvollen Zeichen für Vielfalt, Integration und Toleranz“, das seine Schule mit der Patenschaft setzen wolle. „Mit der Gedenkstätte zeigen wir nicht nur unsere Solidarität mit den Opfern von rassistisch motivierten Gewalttaten. Ein solcher Tag ist auch wichtig, um den kollektiven Schmerz auszudrücken, den sich die Hinterbliebenen der NSU-Opfer und alle Menschen mit einem gemeinsamen Erfahrungshintergrund teilen. All jene, die eine direkte oder familiäre Zuwanderungsgeschichte haben und sich auch heute in ihrem Alltag häufig mit Rassismus konfrontiert sehen. Dieser kollektive Schmerz ist ein dauerhafter nervtötender und belastender Alltagsbegleiter“, sagte Dr. Silvia Fiebig, Integrationsbeauftragte der Stadt Krefeld. An der Einweihung nahmen auch Tayfun Keltek, Vorsitzender des Landesintegrationsrates NRW, sowie Asil Sevindim teil. Sie ist Leiterin der Abteilung Integration des Landesministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration. Zum Abschluss legten Norbert Athen vom Flüchtlingsrat und Elisabeth Völlings von der Seebrücke einen Kranz am elften Baum der Gedenkstätte nieder. „10+1 Bäume“ ist eine Initiative des Landesintegrationsrates NRW, der sich viele weitere Städte wie zum Beispiel Köln, Düsseldorf oder Aachen angeschlossen haben. Ausgangspunkt war ein abgesägter Gedenkbaum für das NSU-Opfer Enver Şimşek 2019 in Zwickau. In Krefeld hat eine Projektgruppe des Integrationsausschusses die Einrichtung der Gedenkstätte gemeinsam mit den städtischen Fachbereichen Migration und Integration, Stadt- und Verkehrsplanung sowie Umwelt und Verbraucherschutz vorangetrieben. Die Täter des NSU verübten zwischen 2000 und 2007 eine rassistische Mordserie auf Menschen mit internationalem Hintergrund. Dabei töteten sie Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Pressedienst | Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und die Polizistin Michèle Kiesewetter.
Frühlingsgefühle?
Am 6. April 2025 laden die Blas- und Schlagzeugensembles der Musikschule Krefeld zum traditionellen Frühlingskonzert ein. Um 11 Uhr startet das abwechslungsreiche Programm. Das Mini-Blasorchester, das Blasvororchester und das Blasorchester sorgen mit den Bbugs (Bigband) und den Schlagzeugensembles für gute Stimmung.
Unter der Leitung von Gabriel Bachega, Oliver Hirschegger, Roman Marreck und Dennis Janson gibt es viele Highlights aus dem Repertoire und ein paar Neuentdeckungen. Kommt vorbei, es lohnt sich! Eintritt frei. Um Spenden für den Förderverein wird gebeten.
Aula der Gesamtschule Uerdingen, Uerdinger Straße 783, 47800 Krefeld
Jekits-Band „Fettes Brötchen“ übt an der Johansen-Grundschule
– Musikschule der Stadt Krefeld als Bildungspartner vor Ort
Der Pressedienst hat gemeinsam mit Musikschulleiter Roman Marreck, der stellvertretenden Schulleiterin Merve Bianca Sorgente und den Kolleg:innen der RP und WZ die Johansenschule besucht. Zwei tolle Artikel in der WZ und der RP sowie eine Pressemitteilung von Herrn Senger ist daraus entstanden:
In dem Video „Boys Don‘t Cry“ der Kultband „The Cure“ aus den 1980er-Jahren spielen Kinder die eigentlichen Musiker. Als Oscar mit seiner E-Gitarre ans Mikro geht und anstimmt „I would say I‘m sorry, if I thought that it would change your mind“ kommt diese Erinnerung fast zwangsläufig. Mit dem Viertklässler spielen in der Aula der Johansen-Grundschule Fabian, Eymen und Jakob – das Quartett nennt sich „Fettes Brötchen“. Sie proben in der Schule am Linner Kohlplatzweg für ihren ersten öffentlichen Auftritt, dem ersten Auftritt einer Jekits-Band überhaupt in Krefeld – beim Kinder- und Jugendkulturfestival am 1. Februar in der Kulturfabrik. Seit dem Schuljahr 2015/2016 führt die Musikschule der Stadt Krefeld als Bildungspartner in hiesigen Grundschulen und Förderschulen das durch das Land NRW geförderte kulturelle Bildungsprogramm „Jekits – Jedem Kind Instrumente,
Tanzen, Singen“ durch – seitdem auch an der Johansenschule.
„In Krefeld gibt es zurzeit 14 Jekits-Schulen“, sagt Roman Marreck, Leiter der Musikschule der Stadt Krefeld. Dabei haben fünf den Schwerpunkt Instrumental, neun das Singen. „Wir möchten mit Jekits Kindern eine Chance geben, Musik auszuprobieren. Gerade im Grundschulalter sind sie neugierig. Es ist dann der richtige Zeitpunkt anzusetzen“, so Marreck. Neben dem klassischen Musikunterricht kommen Pädagoginnen und Pädagogen der Musikschule in die Klassen, um den Kinder die Freude am Singen und Musizieren zu vermitteln. In der 1b, der Zebra-Klasse, an der Johansen-Schule sitzt Musiklehrer Francisco Assislau Chaves im Rund mit den Jungen und Mädchen. Er begleitet sie mit der E-Gitarre bei dem Lied „Hallo, guten Morgen“, das sie in unterschiedlichen Sprachen singen.
In der ersten Klasse ist das einmal wöchentlich stattfindende 45-minütige JekitsAngebot für alle 80 Schüler verpflichtend und kostenfrei. An den beteiligten Krefelder Schulen sind das insgesamt über 1.000 Kinder. Ab der zweiten Klasse können sie sich an der Johannsen-Schule für ein Instrument entscheiden. Dafür müssen Eltern aber dieses zusätzliche Angebot pro Kind bezahlen (monatlich 26 Euro in der zweiten Klasse, 35 Euro in den beiden folgenden Schuljahren). Weil es in Linn den Schwerpunkt „Band“ gibt, können sie zwischen E-Gitarre, Bass und Keyboard wählen. „Wir stellen die Instrumente aber kostenfrei zur Verfügung“, betont Roman Marreck. Wer eine staatliche Unterstützung erhält, kann zudem eine kostenfreie Teilnahme beantragen. „Geld soll kein Hinderungsgrund sein. Wir sprechen Eltern auch an, dass sie diese Fördermöglichkeit nutzen können“, betont Grundschulleiterin Anne Moorees. Dieser Bedarf sei jedenfalls auch an ihrer Grundschule in Linn vorhanden. Die Konzentration auch die Bands trägt an der Johansen-Schule schon reiche Früchte. „Wir haben hier acht Bands. Das ist enorm“, freut sich Marreck. Ab derzweiten Klasse ist das Jekits-Angebot freiwillig. „Es läuft maximal bis zur vierten Klasse“, so Marreck. Dafür entscheiden sich dort etwa 25 bis 30 Prozent der insgesamt 280 Schüler. Bastian Vogel, Lehrer an der Musikschule, kümmert sich in Linn unter anderem um die jungen Musiker. Spielerisch führt er – übrigens einst selbst Schüler der Johansen-Grundschule – die Jungen und Mädchen an die Instrumente heran. Über die Schuljahre hinweg, bleiben die Formationen zum Teil bestehen. „Das ist für uns ein tolles Kooperationsprojekt. Die Kinder lernen dabei auch Toleranz, wenn sie mit anderen zusammenspielen müssen“, sagt Moorees.
Sowohl während der Unterrichtszeit, als auch in den Stunden des Offenen Ganztages können ihr Schüler an solchen Angeboten teilnehmen. Pro Woche üben sie insgesamt 90 Minuten alle zusammen und mit ihren jeweiligen Bands – immer mit einem Pädagogen der Musikschule. „In jedem Schuljahr veranstalten wir dann ein Abschlusskonzert samt Lichtshow für die Bands“, so Moorees. Damit die mBandmitglieder auch nach einem Wechsel an weiterführende Schulen ihrer musikalischen Leidenschaft nachgehen können, gibt es mehrere Möglichkeiten an der Musikschule der Stadt Krefeld. Weitere Informationen auch zu weiteren Schulprojekten stehen unter www.musik.krefeld.schulen.net.
Artikel WZ: https://www.wz.de/nrw/krefeld/viertklaessler-band-probt-fuer-grosses-kulturfest_aid-123546823