Philip Krull ist schon als Kind Schüler der Musikschule der Stadt Krefeld gewesen. Nach seinem Studium in in Detmold – Abteilung Dortmund, in Düsseldorf und in Köln kam er vor 20 Jahren als Lehrkraft an die Musikschule seiner Heimatstadt zurück. Mit viel Elan baute er die Orchester- und Streicherarbeit weiter aus und ist seit 10 Jahren Fachbereichsleiter der Streicher. Die traditionelle Herbstfahrt der Streich- und Sinfonieorchester im Herbst 2024 mit über 50 Teilnehmenden war Anlass hier einmal mit ihm ins Gespräch zu kommen:
Lieber Herr Krull „Herbstfahrt der Streicher“ was dürfen wir uns darunter vorstellen?
Seit inzwischen 20 Jahren plane und betreue ich die Orchesterfahrten des
Streicherbereichs der Krefelder Musikschule. Da könnte man fast meinen,
dass eine gewisse Routine sich einschleichen könnte, aber weit gefehlt!
Jedes Jahr steuern wir eine andere Stadt/ andere Jugendherberge an und
somit erleben wir jedes Mal andere räumliche Voraussetzungen, andere
Freizeitmöglichkeiten. Die vergangenen Highlights alle aufzuzählen würde
hier den Rahmen sprengen.
Was macht den Kern der Arbeit aus?
Eins ist immer garantiert: tolle, motivierte Kinder, viel Spaß und Abwechslung und viele Situationen, an die man sich gerne zurückerinnert. Natürlich wird viel in den einzelnen Gruppen geprobt und musiziert.
Wo ging es dieses Jahr hin und wer war alles dabei?
In den Herbstferien 2024 ging es in die Jugendherberge nach
Biedenkopf. In diesem Jahr im ist wieder das deutlich verjüngte Kinderorchester eingeladen worden an der Fahrt teilzunehmen, das Junge Orchester ist immer dabei, genauso wie die Streicher des Sinfos. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass viele Kinder unter 10 Jahren schon an der Fahrt teilgenommen haben. So gelingt es sicher, dass einige Kinder auf lange Zeit in ihrer Musikschulzeit eng verbunden sein werden.
Was wurde denn inhaltlich gemacht?
Viele Stunden konnten wir mit den verschiedenen Gruppen aus Kinderorchester, jungem Orchester und dem Sinfonieorchester proben und
uns musikalisch weiterentwickeln.
Sehr gefallen hat mir das gemeinsame Musizieren mit allen Teilnehmern am
Abend- hier gab es eine Altersspanne von 8- 18 Jahren.
Ein voller Erfolg war die Freizeitgestaltung. Das erste mal war die
Musikschulgruppe in einer Kletterhalle bouldern, außerdem haben wir uns
eine Burg angeschaut.
Gibt es ein Ziel, auf das in der Woche hingearbeitet wird?
Nicht fehlen darf bei so einer Fahrt unser Konzert. In diesem Jahr haben
wir wieder in einem Seniorenheim gespielt. Dafür bekamen wir das
Kompliment, das nicht größer sein könnte:
„Das Konzert war unser Highlight des ganzen Jahres, da werden alle
Bewohner immer wieder von sprechen!“
Und dann…?
Belohnung bekamen wir in Form von köstlichem Kuchen und Getränken- ein toller Nachmittag!Natürlich darf auch die Party am letzten Abend nicht fehlen- hier verrate ich nichts, ich denke legendär passt ganz gut…
Machen Sie das alles alleine?
Ebenfalls gab es dieses Jahr wieder ein neues Betreuer-/ Lehrerteam.
Sehr gut konnte ich mich mit unserer neuen stellvertretenden Schulleiterin Merve Bianca Sorgente und unserem Kontrabasslehrer Thorsten Drees absprechen und ergänzen, sodass alle Aufgaben „Hand in Hand“ gingen.
Was sind die Wünsche für 2025?
Eine neue Orchesterfahrt in 2025- ich freue mich schon darauf!
Das große Konzert des Fachbereichs, in dem auch die Ergebnisse dieser Orchesterfahrt zu hören sein werden, ist am 26.Januar 2025. Das Neujahrskonzert in der Friedenskirche startet um 17 Uhr. Es spielen das Kinderorchester, das Junge Orchester und das Sinfonieorchester unter der Leitung von Philip Krull und Merve Bianca Sorgente. Der Eintritt ist frei